Für ein langes Bogenleben

 

Das Auf- und Abspannen des Bogens sollte nur mit Spannschnur erfolgen. Es geht leichter und der Bogen wird vor allem vor Beschädigungen geschützt. Beim Aufspannen eines Langbogens stellt man einen Fuß auf die Spannschnur und zieht den Bogen nach oben. Unbedingt ist darauf zu achten, dass man die Wurfarme parallel zieht und nicht verdreht.

Bei Nichtgebrauch oder langen Schießpausen sollte der Bogen unbedingt abgespannt werden.

Den Bogen außerdem niemals ohne Pfeil schießen. Ansonsten kann der Bogen brechen. Die freiwerdende Energie überträgt sich in einem solchen Fall nicht wie gewollt auf den Pfeil, sondern auf den Bogen.

Die maximale Auszugslänge ist abhängig von der Bauweise des Bogens. Wir empfehlen ab einer Auszuglänge von 29 Zoll eine Bogenlänge von 68 Zoll, ab 31 Zoll Auszugslänge 70 Zoll Bögen usw.

Beschädigte Sehnen sind sofort auszuwechseln, abgenutzte Mittelwicklung erneuern die Gefahr eines  Trockenschusses. Die Sehne sollt regelmäßig mit dafür vorgesehenem Wachs gepflegt werden. Auf die richtige Aufspannhöhe muss geachtet werden, das sind 7,5 – 8 Zoll beim Langbogen.

Der Bogen ist zusätzlich vor hohen Temperaturen zu schützen. Wenn der Bogen im Sommer im heißen Auto liegt, kann es zu Temperaturen von 50-60 und mehr Grad kommen. Dann sollte der Bogen erst nach kurzer Abkühlung im Freien aufgespannt werden. Außerdem wird geraten, den Bogen nicht an heißes Autoblech zu lehnen oder in die pralle Sonne zu stellen.

Das Mindestpfeilgewicht sollte neun grain pro lbs Zuggewicht nicht unterschreiten. Mit zu leichten Pfeilen, kann der Bogen nämlich beschädigt werden.                                               

 Beispiel: 50lbs Bogen = 50 x 9 = 450 grain

 

Hier noch ein paar Anmerkungen zum Setzen des Nockpunktes:

In der Regel liegt die Nockpunkterhöhung ca. 5 - 12 mm höher als der 90° Winkel, ein sauberer Pfeilflug
auf Einschußanlagen ist vorerst zu ermitteln.

Falls der Bogen durch Sturz beispielsweise Lackschäden aufweist, ist es nötig, diese sofort zu beheben, damit keine Feuchtigkeit ins Holz eindringen kann. Am einfachsten geht das mit einem Acryl-Klarlack-Stift oder einen Tropfen Sekundenkleber.

Um möglichst viele Jahre Spaß am Bogen zu haben, empfehlen wir, die Bogenausrüstung vor jedem Schießen zu überprüfen (Nocks, Pfeilschäfte, Sehne, Nockpunkt, etc.).